Leere Wohnungen, offene Fragen: Warum Bewohner aus einem Hoheluft-Haus ziehen müssen
Sanierungsvorwand lässt Mieter ziehen, Wohnungen bleiben leer
Im Rotklinkerhaus an der Bismarckstraße Ecke Roonstraße im Generalsviertel stehen zahlreiche Wohnungen seit Monaten unbewohnt. Eigentümer und Hausverwaltung begründen auslaufende Mietverträge mit angekündigten Sanierungsmaßnahmen, doch sichtbare Bauarbeiten fehlen weitgehend.
Die Wohngemeinschaft von Minna Schumann und Judith Brune muss deshalb aufgelöst werden. Beide berichten, dass ihre Verträge nicht verlängert wurden und dass es an klarer Kommunikation über Zeitpläne oder konkrete Maßnahmen mangelt. In mehreren Stockwerken sind Fenster verhängt oder Wohnungen verlassen zurückgelassen worden.
In Hamburg-Hoheluft-West wächst die Sorge, dass angekündigte Modernisierungen als Vorwand dienen, um ältere Mietverhältnisse zu beenden und Wohnungen dem bisherigen Mietmarkt zu entziehen. Nachbarn schildern eine Atmosphäre der Unsicherheit: Hausflure sind ruhiger, einst belebte Eingänge wirken verwaist.
Stadtbehörden und Eigentümer waren auf Nachfrage zunächst nicht erreichbar. Mieterinitiativen fordern mehr Transparenz, verbindliche Zeitpläne und rechtliche Prüfung der Kündigungen. Experten warnen, dass derartige Entwicklungen die soziale Mischung in begehrten Stadtteilen dauerhaft verändern können.
Minna Schumann bringt die Lage auf den Punkt: «Wir ziehen aus, obwohl niemand sichtbar saniert», sagt sie. Judith Brune fügt hinzu: «Bald sind hier nur noch drei Wohnungen bewohnt — und das in einem Haus, das lange unser Zuhause war.»

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